Der Sieg in Kaiserslautern hatte Hoffnung gemacht. Eine Woche später folgte im eigenen Stadion die nächste Ernüchterung,
Das 0:3 gegen den VfR Mannheim zeigt, wie schwer sich der KSV Hessen Kassel derzeit mit einer verlässlichen Linie tut. Nach zwölf Spieltagen stehen die Löwen mit 14 Punkten auf Rang elf der Regionalliga Südwest. Der Anschluss nach oben ist vorerst verloren gegangen.
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Besonders bitter verlief das Wiedersehen mit Lukas Rupp. Der frühere Kasseler brachte Mannheim vor 2012 Zuschauern nach einer Viertelstunde in Führung. Tyrese Ziegler und Pasqual Pander erhöhten nach der Pause. Auch der KSV selbst beschrieb den Erfolg der Gäste als verdient und räumte ein, dass Mannheim die Begegnung über weite Strecken bestimmt hatte.
Dabei fehlt es der Mannschaft keineswegs vollständig an guten Ergebnissen. Das 5:2 gegen Sandhausen und das 2:1 gegen Offenbach zeigten, welches Potenzial vorhanden ist. Zuletzt kam beim 3:2 in Kaiserslautern der erste Auswärtssieg hinzu. Doch auf solche Auftritte folgt bislang zu häufig ein Rückschlag. Vier Siege, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen ergeben nach zwölf Partien eine Bilanz, mit der sich keine Aufbruchstimmung festigen lässt.
Ein wesentlicher Einschnitt war der Abgang von Jan Dahlke Ende August. Der Mittelstürmer bat um die Freigabe für einen Wechsel in die zweite belgische Liga. Kassel stimmte nach Verhandlungen über eine Ablöse zu und löste den ursprünglich bis Juni 2027 laufenden Vertrag auf. Sportlicher Leiter Tobias Damm bezeichnete Dahlke damals ausdrücklich als wichtige Stütze der Offensive. Zugleich verwies er auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die der Transfer für weitere Verpflichtungen eröffnete.
Die Veränderungen betreffen allerdings mehr als den Angriff. Mit Frederic Brill, Yannik Stark und Rupp gingen auch Erfahrung und gewachsene Führungsrollen verloren. In ihrer aktuellen Analyse sieht die HNA darin einen Grund für die fehlende Konstanz. Hinzu kommen organisatorische Aufgaben im Verein, die auf vergleichsweise wenige Schultern verteilt sind.
Trainer René Klingbeil wirbt unterdessen um Geduld. Die zahlreichen personellen Veränderungen, teilweise erst während der laufenden Saison, erschweren aus seiner Sicht die Entwicklung eingespielter Abläufe. Seine Mannschaft habe bereits bewiesen, dass sie attraktiven Fußball spielen könne. Diese Leistungen regelmäßiger abzurufen, bleibt die entscheidende Aufgabe.
Die nächste Gelegenheit bietet sich am Samstag, 24. Oktober, um 14 Uhr bei Astoria Walldorf. Danach kommt am 31. Oktober die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz ins Auestadion. Zwei Spiele, in denen Kassel dringend mehr braucht als einzelne gute Phasen.
FC-Astoria Walldorf
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SG Barockstadt Fulda-Lehnerz
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