Zu Hause Spitzenreiter, auswärts weit hinter den eigenen Ansprüchen: Bei Wormatia Worms liegen zwischen den Auftritten in der EWR-Arena und denen auf fremden Plätzen bislang Welten. Am Sonntag, 8. November, soll sich das ändern. Um 15 Uhr tritt die Mannschaft von Trainer Artur Lemm beim FV Engers an.
FV Engers 07
Heimteam
VfR Wormatia Worms
Auswärtsteam
Der jüngste 2:1-Erfolg gegen Emmelshausen-Karbach hat gezeigt, dass die Wormatia auch schwierige Spiele gewinnen kann. Nach einem Rückstand drehten Mert Özkaya und Belel Meslem die Begegnung. Spielerisch überzeugten die Wormser dabei längst nicht durchgehend, sie steigerten sich aber nach der Pause deutlich.
„Die erste Hälfte war nicht gut von uns. In der zweiten Hälfte kam eine klare Steigerung“, sagte Lemm anschließend. Seine Mannschaft hatte sich den Erfolg vor allem durch mehr Einsatz und eine bessere Körpersprache verdient. Genau diese Eigenschaften werden nun auch in Engers gebraucht.
Denn während die Wormatia die Heimtabelle der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar anführt, gelang ihr auswärts bislang nur ein Sieg. Das 3:3 in Diefflen und die 1:3-Niederlage bei Schott Mainz stehen beispielhaft für die Probleme: Verlorene Punkte trotz eigener Möglichkeiten, fehlende Konstanz und defensive Schwächen.
Engers bietet deshalb einen aufschlussreichen Vergleich. Die Gastgeber liegen mit 22 Punkten nur zwei Zähler hinter den sechstplatzierten Wormsern und könnten mit einem Sieg vorbeiziehen. Zuletzt verlor der FVE allerdings mit 2:3 bei Hertha Wiesbach.
An offensiver Qualität mangelt es der Wormatia nicht. Nach 15 Ligaspielen stehen 41 Tore zu Buche. Özkaya erzielte gegen Emmelshausen-Karbach bereits seinen 15. Saisontreffer. Entscheidend wird sein, diese Torgefahr mit einem stabileren Auftritt gegen den Ball zu verbinden.
Der November hält weitere anspruchsvolle Aufgaben bereit. Nach Engers folgen zwei Heimspiele gegen Cosmos und Rot-Weiß Koblenz, ehe die Wormatia Ende des Monats nach Pirmasens reist. Ein Erfolg am Wasserturm wäre deshalb mehr als die Fortsetzung des jüngsten Heimsiegs: Er würde zeigen, dass die Mannschaft ihre Leistungen auch außerhalb der vertrauten Umgebung abrufen kann.
