Die Zahlen lassen kaum Raum für Beschönigungen: Nach zwölf Spieltagen stehen die Eisbachtaler Sportfreunde am Tabellenende der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.
Ein Punkt, noch kein Sieg und ein Torverhältnis von 6:38 dokumentieren einen Saisonstart, wie ihn der Verein in dieser Form nur selten erlebt hat.
Die jüngste 1:4-Heimniederlage gegen den FC Hertha Wiesbach verschärfte die Situation zusätzlich. Dabei bestand zunächst durchaus Hoffnung auf einen Befreiungsschlag. Nach einem verwandelten Strafstoß von Kilian Staroscik gingen die Gäste mit einer knappen Führung in die Pause. Silas Held gelang in der 60. Minute der Ausgleich für Eisbachtal.
In der Schlussphase brachen bei den Westerwäldern jedoch erneut die Dämme. Pascal Piontek brachte Wiesbach in der 77. Minute wieder in Führung. Nur drei Minuten später erhöhte Nicola Cortese auf 3:1, ehe Max Poller mit dem vierten Treffer den Endstand herstellte. Innerhalb von acht Minuten wurde aus einem möglichen Punktgewinn die nächste deutliche Niederlage.
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Dass der Fehlstart noch nicht vollständig ohne historisches Vorbild ist, dürfte im Eisbachtalstadion kaum jemanden trösten. Entscheidend ist die Dimension der aktuellen Krise: Elf der ersten zwölf Ligaspiele gingen verloren. Sowohl die sechs erzielten Tore als auch die 38 Gegentreffer sind die schlechtesten Werte der gesamten Liga.
Im Vergleich zur Vorsaison ist die Entwicklung besonders auffällig. Damals hatten die Eisbären nach zwölf Begegnungen immerhin neun Punkte gesammelt. Auch anschließend mussten sie lange um den Klassenverbleib kämpfen. Gerettet wurde die Mannschaft erst am letzten Spieltag, trotz einer eigenen 1:4 Niederlage in Pirmasens und mit Unterstützung des TSV Gau-Odernheim.
In diesem Jahr ist die Ausgangsposition bereits im Oktober deutlich schwieriger. Selbst der Vorletzte Ahrweiler BC liegt sechs Punkte vor Eisbachtal. Der Rückstand auf die weiteren Konkurrenten im Tabellenkeller fällt noch größer aus.
Schon vor der Saison war den Verantwortlichen bewusst, dass auf die neu zusammengestellte Mannschaft eine schwere Aufgabe zukommen würde. Mehreren Abgängen standen vor allem junge Spieler gegenüber, denen die Erfahrung in der Oberliga fehlt. Inzwischen geht es deshalb nicht nur um spielerische Lösungen, sondern auch um Selbstvertrauen und mentale Stabilität.
Trainer Daniel Alves hält trotz der Resultate am Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft fest. Die entscheidende Frage ist allerdings, wie lange dieser Glaube ohne Erfolgserlebnis trägt. Einzelne ordentliche Phasen reichen derzeit nicht aus, weil Fehler regelmäßig zu Gegentoren führen und sich Rückschläge schnell auf das gesamte Spiel auswirken.
Die nächste Gelegenheit zur Trendwende bietet sich am Samstag, 17. Oktober. Um 14 Uhr tritt Eisbachtal bei Wormatia Worms an. Die vergangenen drei Oberliga-Duelle mit den Wormaten gingen allesamt verloren. Ausgerechnet in der EWR-Arena soll nun der erste Saisonsieg gelingen – und damit der Beginn einer Aufholjagd, die schon jetzt außergewöhnliche Ausmaße annehmen müsste.
VfR Wormatia Worms
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