Nur drei Tage nach dem erfolgreichen Pokalabend wartet auf die TuS Koblenz die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Am Samstag gastieren die Schängel beim TSV Schott Mainz. Die Partie ist unser Topspiel des zwölften Spieltags in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Der Tabellenzweite empfängt den punktgleichen Vierten.
Anstoß ist um 14 Uhr auf der Bezirkssportanlage in Mainz-Mombach. Beide Mannschaften haben nach elf Begegnungen 20 Punkte gesammelt. Entsprechend groß ist die Bedeutung des direkten Duells. Der Sieger bleibt nicht nur in der Spitzengruppe, sondern könnte abhängig von den übrigen Ergebnissen einen weiteren Schritt in Richtung Tabellenführung machen.
Die Koblenzer reisen mit reichlich Selbstvertrauen an. Am Mittwoch setzte sich die Mannschaft von Trainer Michael Stahl in der dritten Runde des Rheinlandpokals mit 3:0 beim FC Emmelshausen-Karbach durch. Vor 1010 Zuschauern blieb die Begegnung lange offen. Erst in den letzten 20 Minuten machte die TuS den Einzug ins Achtelfinale perfekt.
Igor Blagojevic sorgte in der 82. Minute mit dem Treffer zum 2:0 für die Vorentscheidung. Rund 400 mitgereiste Anhänger feierten anschließend den deutlichen Erfolg, der nach dem engen Spielverlauf lange nicht abzusehen war.
Auch in der Liga zeigte die Formkurve zuletzt wieder nach oben. Gegen die Sportfreunde Eisbachtal gewann Koblenz mit 3:2. Es war nach der 1:3-Niederlage beim FV Diefflen die passende Reaktion. Insgesamt stehen für die TuS sechs Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen zu Buche.
TSV Schott Mainz
Heimteam
TuS Koblenz
Auswärtsteam
Schott Mainz geht mit einer anderen Ausgangslage in das Spitzenspiel. Der TSV hat in dieser Saison erst einmal verloren und mit zwölf Gegentreffern eine der stabilsten Defensivreihen der Liga. Gleichzeitig wartet die Mannschaft von Trainer Sascha Meeth seit vier Ligaspielen auf einen Sieg. Zuletzt kam Schott beim TSV Gau-Odernheim nicht über ein 1:1 hinaus.
Die Mainzer Bilanz mit fünf Siegen, fünf Unentschieden und nur einer Niederlage zeigt, wie schwer die Mannschaft zu bezwingen ist. Mit 24 erzielten Treffern besitzt Schott zudem genügend Qualität in der Offensive. Koblenz darf sich daher nicht allein darauf verlassen, den Schwung aus dem Pokal mitzunehmen. Gegen einen Gegner, der im Durchschnitt mehr als zwei Tore pro Partie erzielt, wird vor allem die Arbeit gegen den Ball entscheidend sein.
Eine zusätzliche Herausforderung ist die kurze Erholungszeit. Während Schott eine vollständige Trainingswoche zur Verfügung hatte, mussten die Koblenzer am Mittwochabend noch über 90 intensive Minuten im Pokal gehen. Michael Stahl dürfte deshalb genau abwägen, ob er seine Startelf verändert oder erneut auf die Pokalsieger setzt.
Beide Vereine kennen sich aus zahlreichen Duellen in Ober- und Regionalliga. Dabei hatte Schott zuletzt mehrfach das bessere Ende für sich. Die TuS verlor ihre vergangenen drei Pflichtspiele gegen die Mainzer. Diese Serie wollen die Schängel nun beenden.
Das Spiel besitzt damit fast alles, was ein echtes Spitzenduell braucht: zwei punktgleiche Mannschaften, unterschiedliche Formkurven und eine gemeinsame Vergangenheit mit vielen engen Begegnungen. Für die TuS geht es darum, aus dem Pokalerfolg einen Lauf zu entwickeln. Schott möchte dagegen die eigene Sieglosserie beenden und seinen Platz vor den Koblenzern verteidigen.
